Die erste Ausfahrt in 2008
Überholen klappt noch

VLN600.de oder... TCFFAVLN555.de (the car formerly found at VLN555.de)

 

So. Wieder da. Am Ring. Oder besser gesagt an dem, was davon noch übrig ist. Nu' isse rum, die Test- und Einstellfahrt und ich berichte erstmalig in '08. Erstmal ein Paar Grundsätzlichkeiten vorweg:

 

Die 555 ist nicht mehr die 555. Also schon... aber nicht die 555 aus 2007. Der oder dem ein oder anderen wird’s aufgefallen sein... die drei Fünfen kleben jetzt auf 'nem Daimler. Nein, ich habe mich nicht in einen Unimog eingemietet, die VLN hat im Winter Startnummern-Mikado gespielt und die V2 hat sich wohl bewegt. Wir haben also einen anderen Startnummernkreis in 2008 und somit sind wir/bin ich meine heissgeliebte Startnummer los. Dumm gelaufen. Als Ersatz gab es die 600. Zugegeben, nicht ganz so witzig wie drei Fünfen, aber ok. Mal ehrlich... 600-645... welche Nummern gibt es da schon die „rocken“? Nun gut... ich fahre dieses Jahr jedenfalls die 600.

 

Ja, ja... ich war auch da Gestern. Ich bin auch gefahren. Mit dem neuen Auto. Und nein... es ist nicht blau-gelb. Startnummer 129 bei der Test- und Einstellfahrt. Gestern war es noch schneeweiss und nächstes Wochenende wird es bunt. Wie bunt, dass verrate ich noch nicht. Auffällig bunt jedenfalls, dass verspreche ich. Meine Frau hat das Auto nach den Entwürfen spontan und liebevoll „Prinzessin Lillifee“getauft. So bunt!

 

Ich fahre dieses Jahr für Hoffmann Motorsport und gegen Mick und Herbert denen über Winter ein Kofferraum am Hasenstall gewachsen ist. Na ja... gegen wäre reichlich optimistisch. Ich fahre einfach nicht mehr mit ihnen trifft es wohl eher. Ich denke, dass ich bei Iris und Conny in guten Händen bin. Technisch, was die Erfahrung angeht und einfach auch vom Wohlfühl Faktor her. Ich hab mich Gestern wohl gefühlt und Spass gehabt und deswegen mache ich das Ganze schliesslich.

 

Aber genug der Vorrede... zum Wesentlichen, zum Bericht.

 

Ich bin Freitag Abend schon in Müllenbach eingefallen um unser traditionelles Zimmer zu beziehen. Schon bei der Vorbeifahrt am Ring dachte ich mir „Hossa“. Na ja... im Dunklen sieht man nicht so viel, also hielt sich der Schock in Grenzen.

 

Hab mich dann mit Herbert und Mick noch in Müllenbach getroffen und mir von den beiden angehört, wie ihr erster Test (sie sind Freitag schon gefahren) gelaufen ist.

 

Samstag Morgen das gewohnt gute Frühstück und dann auf an den Ring. Wenn ich nicht gewusst hätte wo ich hin muss, dann hätte ich die Kraterlandschaft nicht auf Anhieb indentifizieren können! „Shocking“ würde das der Engländer wohlerzogen, tiefstapelnd wohl kommentieren. Ich schliesse mich dem mal an. Einfahrt durch's alte Fahrerlager und dann ein kleiner Morgenspaziergang an die Box.

 

Guten Tag, ich bin der Neue. Irgendwie doof sowas. Da wirst Du 42 und kommst Dir vor wie der Knirps, der in 'nen neuen Kindergarten kommt. Aber meine neue Kindergartentante ist 'ne ganz liebe! Erstmal zur Papierabnahme, Lizenz vorzeigen. Dann Fahrerbesprechung... bzw. erstmal die Suche danach. Na 10 Minuten Fragerei erleuchtet mich die Rennleitung. Ich stehe also auf der Treppe und schreie den Kollegen freundlich zu, dass wir alle rauskommen sollen in die Boxengasse, da entscheidet sich die Rennleitung doch spontan für's Pressezentrum. Prima... es ist 10:00 Uhr und Du bist bereits der Depp des Tages, geht ja gut los.

 

Die wichtigste Nachricht der Fahrerbesprechung... wir fahren die NGK im F1-Modus. Ja. Herbert und Mick hatten mich vorgewarnt. „Brems' blos nicht bei „50“ sonst stehst Du das erste Mal im Kies.“ Normalerweise reichen 'nem V2 die besagten 50 Meter für eine ausreichende Verzögerung zum Zwecke des durchaus zügigen Durchfahrens der NGK Schikane. Normalerweise.

 

Also ab in die Box. Nun wollte ich 'nen Lauen machen und meinen Kollegen erstmal fahren lassen. Tja... Wir kennen das. Hätte, wäre, wenn, wollte. Der läuft noch in Zivil rum und alles schaut mich erwartungsvoll an. Super. Also raus ins Gewühl. Toll. Lasst mich doch erstmal wach werden... aber nein. Ich ziehe mir mein Geraffel an und stelle fest, dass mein HANS noch im Kofferraum meines treuen Transport-Zossen liegt. Auch gut. Dann halt ohne HANS. Ich lasse das Team wichtig wissen, dass ich mir das Ganze erstmal zwei Runden anschaue und Reiner (Bardenheuer) sich doch dann bitte richten möge. Erstmal will ich mir den neuen Asphalt begucken und dann mal ein Zeitenründchen einlegen, aber das garantiert nicht ohne HANS.

 

Raus und den Sightseeing-Modus aktiviert. Hui... die Schlickes grippen bei knapp 7° nicht so richtig. Ich verzichte allerdings auf erheiternde Pirouetten, fahre zweimal GP Kurz. Das erste Aha-Erlebnis hab' ich Kurz vor Ende Start-Ziel. Da war mal 'ne Brücke. Eine eher unbedeutendes Detail der Szenerie? Weit gefehlt. Du tuckerst in 'nem V2 so die Gerade runter, Du hast ja Zeit. Du spielst an Schaltern, schaust auf die bunten Schilder entlang der Boxenmauer und irgendwann kommt dann die Brücke. Das war so das Zeichen wach zu werden und auf das 100er Schild zu achten um ab dem Punkt zu beweisen, dass die V2 vielleicht geradeaus nicht schnell aber doch Helden auf der Bremse sind. Plötzlich ist da keine Brücke mehr. Ah ha. Da war eben das 100er Schild. Irgendwie war „Linie“ nicht ganz der passende Ausdruck für die erste Durchfahrt des nach dem Herrn Haug benannten Hakens. Drei Kurven weiter erhole ich mich langsam von dem Erlebnis und denke so bei mir „denk dran: NGK is' eng. Nicht erst bei 50 bremsen.“ Du kommst den Berg runter und denkst „sieht doch alles aus wie immer“. Bis Du fast drin stehst. Da geht es richtig Links rum und die Curbs sind schweinisch. Was ein Geeiere! Noch 'ne Runde und dann raus. Die Viper bläst direkt Eingangs Hatzenbach an mir vorbei und verteilt erstmal Minimum 5 Liter feinstes Eifel-Super auf dem Vorderwagen meines 318. Nun stinkt es im Auto endgültig nach Sprit. Ich mache mir eine geistige Notiz doch auf den Aschenbecher für das 24h Rennen zu verzichten.

 

Der neue Asphalt ist geil. Noch nicht ganz grippig, aber wenn wir allesamt erstmal richtig Gummi gelegt haben, dann wird’s sicher lustig. An einigen Stellen sind die üblen Bodenwellen weg und man kann sicher bald noch etwas zügiger als gehabt zu Werke gehen. Viel mehr sehe ich in dieser ersten Runde nicht. Weil ich nicht viel sehe. Mein Helm mit meinem Kopf drin spielt Ping-Pong zwischen den Käfig Polstern und ab und an hissen die Augen die weisse Flagge. Trotzdem gehe ich in Runde zwei. Ich hätte sie mir sparen sollen. Sobald Du anfängst etwas zügiger zu fahren, steigert sich die Schlagzahl. Schlagzahl ist hier wörtlich gemeint. Ich weiss jetzt, wie sich diese silberne Kugel im Flipper fühlt. Nee... so wird das nix. Ich fahre die Runde zuende und fahre rein. Ich erkläre kurz das Problem und verliere meine Käfig-Polster. Geht doch. Plötzlich ist Platz. Ein ganz anderes fahren. Also wieder raus.

 

Der Sitz ist genial. Sorry, wenn ich hier Werbung mache aber der Recaro SPG ist tatsächlich der einzige Sitz in dem man als ausgewachsener (ich meine das jetzt eher kilotechnisch) Mensch sitzen kann und der sich nicht verdreht wie ein Lämmerschwanz. Richtig gut! So langsam fängt es an Spass zu machen. Ausgangs Mutkurve sehe ich ein weisses Heck. Ein Ferrari Scuderia. Schönes Auto. Ich hole auf. Was? Genau. Ich hole auf. Also entweder haben Connys Jungs hier fälschlicherweise einen SP7 Motor verbaut oder der hat leichte Schwierigkeiten zu entscheiden wofür welches Pedal in dem Auto ist. Eingangs Karussell habe ich noch ca. 50 Meter, am Ausgang überlege ich, wieviel wohl die Stoßstange von so 'nem Auto kostet. Aber nein, der macht Platz. Er macht Platz und blinkt. Is' klar, nä? Ich beschleunige also aus dem Karussell raus 'nen 400+ PS Ferrari aus. Und nein, er hat kein Problem, er versucht mir nämlich hinterher zu fahren. Der Versuch endet allerdings Eingangs Hohe Acht und im Wippermann kann ich ihn nicht mehr sehen. Ich glaube ich hab' erst in der Eiskurve mit dem Kopfschütteln aufgehört. Im kleinen Karussell holt mich dann allerdings Rolf Derscheid auf den Boden der Tatsachen zurück. Er brät an mir vorbei, dass mir klar wird, dass ich hier immer noch viiieeel zu langsam bin. Er knallt voll durch den Galgenkopf, ich gebe den Feigling und lupfe einmal. Schon habe ich verloren und schaffe es nicht, seinen Windschatten zu halten. Achso... ich hab' ja auch gar kein HANS an... ich beschliesse in die Box zu fahren und Reiner das Feld zu überlassen. Ich fahre später nochmal 2-3 Runden in zügig.

 

Dazu sollte es allerdings leider nicht mehr kommen. Reiner musste nach knapp zwei Stunden Fahrt feststellen, dass 8.500 U/Min für das Motörchen des 318er zuviel sind. Er klingt wie 'n Sack Murmeln und das war's für Heute. Schade!

 

Trotzdem war es ein schöner Tag! Ohne Stress, ohne Hektik, ich bin einfach gefahren. Pflanzgarten ging gut und der Unfall ist endgültig raus aus der Rübe. Allerdings hat mir Rolf mal wieder drastisch gezeigt wo ich die Sekunden liegenlasse. Von Pflanzgarten bis Galgenkopf hab' ich noch 'ne Menge Arbeit vor mir! Der Schritt zu Hoffmann Motorsport zu wechseln war richtig, ich hab' mich auf Anhieb wohl gefühlt. 'ne tolle Truppe!

 

Über Ostern erhält Prinzessin Lillifee ihre Kampf-Beklebung und über Ostern werde ich unsere Website mal auf den aktuellen Stand bringen... und dann kann's losgehen! Ich freue mich auf die Saison 2008! Ich freue mich die wiedergesehen zu haben, die schon da waren und ich würde mich freuen, wenn der Rest sich am 28./29. blicken lässt. Box 24, statt 23.

NEXT EVENTS 2009

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