Platz 4 für Duo aus Fulda/Schlitz in der „grünen Hölle“

 

Beim 2. Lauf der diesjährigen BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring hat das Fahrergespann Michael Jestädt (Fulda) und Peter Hoffmann (Schlitz) Platz 4 in der „Meisterklasse“ erreicht. Nach dem Ausfall im Auftaktrennen, der von der Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring organisierten erfolgreichsten Breitensport-Rennserie Europas, gab's am Samstag Grund zur Freude für das heimische Team.

 

Die Meute hetzt den Wolf

Beim 32. DMV 4-Stunden-Rennen konnte sich die osthessische Fahrerpaarung in der am härtesten umkämpften Klasse der Meisterschaft gegen 16 der 20 gestarteten Teams durchsetzen. Lange Zeit auf Platz zwei liegend hatte das Team sogar kurzzeitig die Führung inne, bis der von Matthes Motorsport (Meiningen-Dreissigacker) eingesetzte BMW 318 ti Compact ausgerechnet vom Meister des letzten Jahres unsanft „in den Kies“ befördert wurde. 30 Sekunden Zeitverlust und eine verbogene Hinterachse waren das Ergebnis. „Es war keine unfaire Aktion“ betont Michael Jestädt „einfach ein Missverständnis beim überholen. Wir haben uns berührt und beide unsere Autos beschädigt. Der Zeitverlust hat uns mehr geschadet.“ Trotzdem konnte Michael Jestädt das Team wieder bis auf Rang drei nach vorne fahren aber schlussendlich ging der Rang an eben das Team verloren, mit dem es den Zusammenstoß gab.

 

Viel mehr geht nicht

Die Meisterschaft im Blick
„Die Saison ist noch lang, besteht aus 10 Rennen und es gibt zwei Streich-Ergebnisse.“ gibt Teamchef Peter Matthes zu bedenken. „Das waren wichtige Punkte am Samstag, wichtig für die Motivation des gesamten Teams und wichtig im Hinblick auf die Meisterschaft.“ Die Gesamt-Meisterschaft besteht aus 10 Langstreckenrennen, neun 4-Stunden- und ein 6-Stunden-Rennen. Am Ende der Saison werden die beiden schlechtesten Ergebnisse gestrichen. Matthes weiter: „Es ist wie bei den Rennen selber: man gewinnt Langstreckenrennen nicht in Kurve Eins und wir haben nach wie vor eine Platzierung unter den Top Teams am Jahresende im Visier.“

 

Zeit zum ausruhen gab es selten

Spannung im Rennen
Die Rennen des sog. Langstreckenpokals sind für ihre Spannung berühmt aber dieses Mal war es nach dem Geschmack der heimischen Piloten fast schon zuviel der Spannung. Zum einen war das Rennen bei Außentemperaturen von fast 30° eine echte Hitzeschlacht und zum anderen sollte der Unfall in Runde Neun nicht der einzige bleiben. Noch vor Renn-Ende gab es eine weitere Berührung mit einem anderen Fahrzeug. Nach einem einzigen, sehr schnellen Boxenstopp mit Fahrerwechsel in Runde 12 hatte Peter Hoffmann auf Platz drei liegend das angeschlagene Auto übernommen und versuchte das Ergebnis „nach Hause“ zu fahren. Bis es drei Runden vor Schluss eine Berührung mit einem Fahrzeug einer anderen Klasse gab, bei der allerdings nur kosmetischer Schaden entstand. Peter Hoffmann gab nach dem Rennen zu Protokoll: „Technisch war das Auto bis auf die beschädigte Hinterachse zu jeder Zeit auf dem Niveau der Spitze. Kosmetisch gibt es für die Mechaniker allerdings eine Menge Arbeit bis zum nächsten Rennen.“ 24 Runden, á 25 Kilometer, auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt, bei Temperaturen von deutlich über 50° im Rennwagen, der vierte Platz musste hart erkämpft werden, dementsprechend groß war die Freude im gesamten Team als das eigene Auto die Ziellinie überfahren hat.

 

Stilleben mit Kampfspuren

Fortsetzung folgt – bereits in zwei Wochen
Am 28.04. steht das nächste Rennen der Meisterschaft an. Bis dahin gibt es Arbeit für die Mechaniker von Matthes-Motorsport um den Piloten ein genauso perfektes Auto zur Verfügung zu stellen wie am vergangenen Samstag. Wenn „die Nordschleife“ ruft, dann reicht „fast gut“ eben nicht aus.

 

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