Platzprobleme.
Das neue Outfit.
Ein Dank an...
...unsere Sponsoren.
Fahren...
Fahren...
Und überall Wasser.
Mal von der Seite...
Vor dem Porsche
Zweikampf.
Zwei Schönheiten.
Bitte das PS beachten!

Die Bilder im Bericht sind von John Otten (http://shaded-arts.de/), Dirk Reiter (http://www.brfoto.de/), Markus Zander (http://www.zms-picture.de) und Florian Laicht (http://www.racerpics.de). Danke dafür!

 

Der erste Auftritt im neuen Gewand...

 

„Eine missglückte Generalprobe bedeutet eine erfolgreiche Premiere.“ So sagen es zumindest die Theaterleute. Wir hoffen mal, dass im Rennsport die gleiche Regel gilt. Wobei... eigentlich war sie garnicht missglückt. Das Ende war halt doof, dazu aber später mehr.

 

Meine Frau und ich sind Freitag, am späten Nachmittag, am Ring aufgeschlagen. Die erste Fahrt im Vormittags vom Händler vorbeigebrachten 118i, dem neuen Gefährt meiner Gattin. Eignet sich als Möbelwagen, so 'n Einser. Der Kofferraum vollgepackt mit meinem Renngeraffel und jeder Menge Aufklebern... es gab noch Arbeit am Auto, weil die Beklebung noch auf den letzten Stand gebracht werden musste.

 

Freudig betrete ich meinen Zweitwohnsitz in der Eifel (ich hoffe, die Nürburgring GmbH schreibt mir jetzt keine Rechnung – sonst machen die das ja bei jeder sich bietenden Gelegenheit) und begrüße das Team. Die Reaktionen sind eher unfreudig bis unbegeistert. Ok... ich war beim Friseur, vielleicht lag's daran? Nee... Lillifees Haube ist auf und gefühlte 342 Teammitglieder halten Kriegsrat über meinem Motor. „Was 'n los?“ Das Team war am Vormittag bei Manthey zur vorgeschriebenen Leistungsmessung für die VLN-Serienwagen. Auf dem Weg dahin haben sie etwas Entscheidendes verloren. 20 KW. Der Triebling meines treuen Zossen (ich hoffe, er erweisst sich dieser vorgeschossenen Lorbeeren noch als würdig) hatte deren KW 20 zuwenig. Ääähhh ja. Auch mich erfasst so etwas wie Anti-Begeisterung. 20 KW... da hätte ich auch in der V2 bleiben können. Das wirklich besorgniserregende dabei war aber die Tatsache, dass die Gesichter der Jungs bei der Fehlersuche irgendwie immer ratloser wurden. Gemurmelte Bruchstücke von Sätzen wie „hatten wir noch nie...“, „ich hab' keine Ahnung, wo wir noch...“, „wir haben doch schon alles...“ haben auch meine Stimmung schlagartig getrübt. Diese heimliche Wunsch-Gedankenblase der, für alle Zeiten unerreichbaren 6 Minuten Runde, die Morgen ein 325i auf die knochentrockene Eifelachterbahn tackern würde, zerplatzte mit einem Knall über meinem Kopf.

 

Nun gut... dann tue ich etwas Positives, anstatt rumzustehen und auf die große Katastrophenmeldung zu warten. Ich fange mit meiner Frau an, die restlichen Aufkleber zu verkleben. Es geht schleppend voran weil wir dauernd irgendwo im Weg sind und die Fehlersuche natürlich absolute Priorität hat. Ich sehe mich schon eine Klebe-Nachtschicht einlegen. Das wäre wiederrum ungünstig, denn wir warten noch auf den Anruf der Geschäftsführer eines Sponsors. Wir sind zum gemeinsamen Abendessen verabredet.

 

Dann kommt die gute Nachricht. „Wir sind uns sicher, dass wir wissen, wo das Problem liegt.“ Wenn ich nicht schon verheiratet wäre, würde ich jetzt diversen Herren Anträge machen. Na ja... vielleicht doch nicht. Aber so in etwa. Irgendein Steuerventil der Vanos Einheit macht nicht was es soll und mein Motor bekommt nicht genügend Sprit dorthin, wo die KWs produziert werden. Das Problem ist keins, denn das Team hat das Ersatzteil in der Werkstatt und die ist keine 30km vom Ring. Einer der Jungs holt Heute Abend noch das Teil und Morgen früh wird umgebaut. Der Abend ist gerettet und meine Stimmung wendet sich zum Besseren.

 

Da nun so langsam alle Hauben inklusive der an meinem 325 geschlossen werden, wird es Zeit für den Austausch von Neuigkeiten. Der Alpina GT3 ist da, der M3 GT4 (an dem gemäß Radio-Boxengasse der erste Kühler schon vor der ersten Fahrt getauscht werden musste), der Werks-Audi R8 von Phoenix, jede Menge Porsche, einige Corvette, mehrere Viper, es scheint doch voll zu werden dieses Jahr. Von 180 Teilnehmern bei der Test- und Einstellfahrt ist die inoffizielle Rede. Dafür fehlen aber einige der „kleinen“ Autos und Teams. Einige haben beim Blick auf die Wetterdaten wohl doch die kuschelige, heimische Werkstatt vorgezogen. Überhaupt: das Wetter. Die Eifel ist ja bekannt dafür ein solches zu haben und auch dafür, dass dieses ein Besonderes ist. Das Wetter, das uns am nächsten Tag erwarten sollte, bot aber tatsächlich alles denkbare ausser Tornados und Sandstürmen!

 

Irgendwann haben wir die letzten Aufkleber geklebt und fast zeitgleich kommt auch der Anruf der staugeplagten Sponsoren-Vertreter. Ab ins Hotel und den knurrenden Magen ruhigstellen!

 

Es war ein witziger Abend. Wir haben viel gelacht. Einar war dabei, der in Holland wohnende, norwegische Fahrer des zweiten 325i in unserem Team, Markus, mein zweiter Fahrer mit seiner Freundin und die Vertreter meines Sponsors. Wir haben á la Carte gegessen, denn der Koch hat extra auf uns gewartet. Ringhaus-Service der besonderen Art. Gegen Mitternacht trudelten dann die ersten VLN-Fans ein. Es war ein Abend wie man ihn nur im Umfeld des Langstreckenpokals erleben kann... von der quasi-Live Vorführung einer Performance-Box bis hin zu den Geschichten über Senna als er mal zu Gast in der Eifel war. Wir waren wieder zuhause angekommen!

 

Am nächsten Morgen schlage ich um 9:00 Uhr beim Team auf und auf meine Frage ob alles ok ist, bekomme ich allgemeines grinsen und nicken als Antwort. Wir können also loslegen. Also wir könnten jedenfalls. Zwei Dinge hindern uns daran. Zum einen der Zeitplan nach dem das Training erst um 10:00 Uhr beginnt, zum anderen der Stromausfall in der Boxengasse. Es beginnt damit, dass die Boxentore elektrische Antriebe haben. Du nix Strom, Du nix bekommen Tor auf, Du nix fahren raus. Um 9:30 Uhr ist erstmal Fahrerbesprechung. Das Pressezentrum ist mit ca. 250 Fahrern gefüllt und der Rennleiter versucht gegen den latenten Geräuschpegel anzuschreien. Auch Mikrofonanlagen brauchen Strom. Es war eine der kürzesten Fahrerbesprechungen, die ich bisher erlebt habe. Wir stehen wieder in den Boxen und überlegen, wie die wohl die Boxenampel auf Grün schalten wollen, als die Lichter wieder angehen. Wir schieben unser Auto beiseite, um den Kollegen den Vortritt zu lassen, die es nicht abwarten können. Es regnet. Eher sintflutartig. Da jetzt rumzueiern bringt gar nichts. Aber trotzdem stehen 5 Minuten vor Grün schon die ersten an der Ampel, wie immer. Als der Rennleiter die Veranstaltung offiziell eröffnet geht die Hatz auch sofort los. Markus geht mit unserem Auto mit einer viertelstündigen Verspätung raus, bleibt aber auf der GP-Strecke. Nordschleife bei stehendem Wasser im Renntempo ist alles andere als spaßig und das Dümmste, was wir Heute machen könnten, wäre das Auto zu beschädigen denn in einer Woche ist ja bereits das erste Rennen. Wir stellen nach zwei Runden das Fahrwerk nochmal weicher, Markus testet nochmal und übergibt mir dann mein Auto.

 

Ich implantiere mich quasi selbst in den Recaro, werde angeschnallt und es kann losgehen. An der Ausfahrt der Boxengasse das Bändchen aus der Fahrerbesprechung vorzeigen und Attacke. Eines ist sofort klar... die Dunlops sind tatsächlich genial im Regen! Unsere sind flammneu und haben Gestern noch im Dunlop-Laster geschlummert. Der Wahnsinn. Knapp 200 PS reichen nicht um den Reifen zum durchdrehen zu bringen. Eine Runde zum warmwerden... eine zweite und dann geht’s los. Die Bremspunkte sind fast die gleichen wie im V2 im Trockenen. Die Balance dieses Autos ist der Hammer! Dahinter steckt sehr viel Arbeit im Detail über den Winter, aber es hat sich gelohnt. Das Auto liegt wie das sprichwörtliche Brett und selbst die neu überholte Sperre sorgt beim Ankern nicht für Unruhe. Ein Cup-Porsche schafft es in der Mercedes Arena nicht mir näher zu kommen. Auf der Gerade zur Kurzanbindung fliegt er ran und nach der Kurzanbindung fehlen ihm wieder 20 Meter. Ich warte Ausgangs Rheinland-Pfalz Bogen, dass er an mir vorbeifliegt, aber er schafft es erst beim Anbremsen der NGK wieder in Schlagdistanz zu kommen. Dran, aber nicht vorbei. Irre! Auf diesem Auto macht regenfahren richtig Spaß. Ich überlege nach der vierten oder fünften Runde rauszufahren auf die Nordschleife aber ich lasse es. Wir wollen gerade nur einen Funktionstest machen. Mehr nicht. Ich fahre wieder in die Box.

 

In der Box eingelaufen gönnen wir Lilli erstmal eine kleine Pause... Bremsbelagwechsel. Das Wetter scheint sich langsam zu beruhigen. Markus und Mätthes wechseln die Beläge und dann geht Markus wieder raus. Oder besser er will wieder raus. Nach der Runde GP ist er wieder da. Im Standgas geht die Öldruck-Lampe an. Und wieder versammelt sich alles beratschlagend unter unserer Haube. Nach einigem Hin und Her stellen die Jungs fest, dass der Öldruckschalter einen weg hat. Ein nagelneues Teil. Also gut... die Kabel ab und den Schalter wieder rein. Nun haben wir keine Öldruckanzeige mehr. Egal? Wir werden sehen.

 

Markus geht raus und nimmt zum ersten Mal die Nordschleife unter die Räder. Er ist wohl zwei oder drei Runden gefahren. Auch auf der Nordschleife scheint das Auto zu funktionieren wenn ich nach der Breite seines Grinsens gehe als er wieder in die Box kommt. Da ich nicht fertig bin als Markus reinkommt, beschliesst Conny spontan Kai unser Auto fahren zu lassen. Kai ist der Besitzer des zweiten 325i im Team. Eigentlich unser „Gegner“. Aber das sieht keiner von uns so eng. Es ist eher ein gesunder Wettbewerb im Team, mit einem Teamkollegen, mit dem wir uns prima verstehen. Klar... es ist bei uns nicht anders als in der F1. Der erste Gegner den Du schlagen willst ist der Teamkollege. Stört es mich, dass Kai nun unser Auto fährt? Nein. Vielleicht kommt er ja mit neuen Ideen zurück. Als er zurückkommt ist es aber eher Essig mit Ideen. Kai wirkt schwer genervt und frustriert. Als wir uns kurz von Helmträger zu Helmträger  verständigen wie's war, wird klar warum. Er sagt, unser Auto liegt deutlich ruhiger und besser als seins. Er meint, es sei viel einfacher und entspannter schnell zu fahren als seins. Na ja Kai... Du sagst ja immer, dass Du ein übersteuerndes Auto willst. Mir persönlich ist „neutral“ zum Schnellfahren lieber und unser Auto ist so neutral, es könnte glatt Schweizer Ehrenbürger werden. Und dann ist da noch das Problem des Alters. Das der Reifen. Kai hat gut abgehangene Michelins auf seinem Auto, wir nagelneue Reifen. Regenreifen neigen im Gegensatz zu guten Weinen nicht dazu, sich im Alter zu verbessern. Alles zusammen dürfte wohl den Unterschied ausmachen.

 

Ich entere also entsprechend breit grinsend das Cockpit Ihrer Majestät. Im Regen steht es also wohl schonmal 1 zu 0 für Lillifee. Markus hilft mir beim Anschnallen. Mit unserem neuen Gurt eigentlich nicht nötig. Sauteuer das Ding, aber auch saugut. Du kannst als Fahrer selbst deine Beckengurte strammziehen. Geht kinderleicht. Der Gurt gibt auch keinen Millimeter nach. Kein nachziehen während der Fahrt mehr nötig... ist mir vorhin schon aufgefallen. Ausserdem ist der Gurt speziell für das HANS angepasst und sorgt dafür, dass einem das HANS nicht von oben auf die Schultern gedrückt wird. Kurz und gut... man fühlt sich rundum wohl. Bei Langstreckenrennen sicher kein unwichtiger Faktor. Ich lasse den Reihensechser an, überfliege die Armaturen, alles im grünen Bereich. Ausser dem Öldruckmesser natürlich. Der tut nichts mehr. Markus zeigt per Handzeichen, dass ich fahren kann und ich bin wieder unterwegs. Bändchen hinhalten und ab ins Getümmel.

 

Wie sieht die Nordschleife jetzt wohl aus? Irgendwie kommt mir die Frage bei der zweiten Anfahrt auf die NGK in den Sinn und ich beschliesse selbst nachzuschauen. Noch einmal Start/Ziel mit dem Kurzanlauf durch die Coca-Cola Kurve und dann nach der NGK raus Richtung Hatzenbach. Schon auf den ersten Nordschleifenmetern merkt man sofort den anderen Asphalt. Während man auf der GP auch im Regen richtig Grip hat, sieht das auf der Schleife doch anders aus. Es rutscht. Unwesentlich. Aber der Gesamteindruck bestätigt sich. Das Auto fährt sich als hätte es einen Sekundenkleberspender an den Rädern. „Bleib ruhig, Dicker! Blos nicht übermütig werden!“ Der kleine Engel auf meiner rechten Schulter im Zweikampf mit dem Teufel auf meiner linken. Aber ich nehm's vorweg... dieses Mal mache ich im Regen nichts am Auto kapputt. Die erste Nordschleifenrunde seit dem Saisonfinale. Ich zwinge mich immer wieder dazu zu lupfen. Erstens ist das hier kein Rennen und zweitens gelten die Gesetze der Physik auch dann, wenn man beim Fahren richtig Spaß hat. Ich glaube in der Runde haben mich blos 3 Autos überholt. Es ist herrlich wenig Verkehr! Man kann sich wirklich auf sich und das Auto konzentrieren und deshalb sind wir ja hier. Das ist gerade wirklich lehrreich.

 

Dann turnt ein e36 M3 vor mir rum. Im Metzgesfeld sehe ich ihn, sehe seinen Bremspunkt und weiss, dass ich ihn im Kallenhard hab (im Übrigen sehe ich da auch die BMW Fahne). „Den kennst Du doch.“ Wir hatten vorhin schonmal das Vergnügen... auf der GP. Ein ruckartiger-Linienwechsler. Eine gar aufmerksamkeitsheischende Spezies. Man muss immer auf der Hut sein vor ihrem nächsten Haken. Ausserdem waren vorhin anscheinend seine Blinker kaputt. Und seine Spiegel. Hinzu kommt eine sehr eigene Definition der Ideallinie. Bei unserer ersten Begegnung hat er mich dadurch verwirrt, dass er sich im letzten Moment entschlossen hat, die NGK ganz spitz anzufahren. Unlustig wenn Du gerade mit Überschuß ausbremsen willst weil Du denkst, dass Dir da jemand extra aussen Platz macht. Und nun also die Anfahrt zur Kallenhard. Er ist ganz aussen. Verleitet zum Reinstechen. Aber ich war ja vorgewarnt. Deswegen blieb dann auch mein Kotflügel intakt als er reingezogen ist. Ich hatte es ja geahnt. Ein erschrockener Blick in den Rückspiegel. „Ja... Tach au'! Stimmt, da ist noch jemand. Und nu'?“ Auf dem Weg zur Spiegelkurve kann er sich entweder nicht entscheiden ob er mir jetzt Rechts oder Links Platz macht oder er erinnert sich nicht mehr ganz genau daran wo die Strecke nun eigentlich langgeht. Eins von beidem. In der Schikane gehe ich Links vorbei und beim Blick zurück beim Anbremsen vor der Breitscheider Brücke sehe ich ihn nicht mehr in den Spiegeln. Markus hatte vorhin schon einen kleinen Disput mit einem der Fahrer des Autos zum Thema „wie fahre ich so, dass ein Nachfolgender weiss, was ich vorhabe.“ Fällt mir gerade ein... beim Anbremsen der Breitscheider Brücke. Im Nassen. „Konzentrier Dich gefälligst!“

 

Der Rest der Runde ist relativ ereignislos. Im Brünnchen winke ich mal aber das sieht ja keiner. Weil ich im Auto winke. Tja... Fenster aufmachen is' nich'. Das geht nur bei geöffneter Tür. Weil die Kurbel so geschickt im Dreieck des Käfigs verschwindet, dass man zwar drankommt aber das Ding nicht wirklich bewegen kann. Die elektrischen Fensterheber bei Lilli-Orischinohl waren schon praktisch. Aber Wurscht. So rollere ich blöde grinsend vor mich hin und freue mich wieder hier zu sein. Einmal noch Start/Ziel und dann fahre ich rein. Schluss für Heute. Fast.

 

Als ich an der Boxengasse langfahre sehe ich einen e46 V4, der gerade aus der Box kommt. „Tach Kollege!“ Von hinten kommt ein Cup-Carrera aber der ist noch ein Stück weg. Der bleibt fair Rechts, gibt sich aber nicht kampflos geschlagen. Fein. Sehr fein. Endlich mal ein Auto aus unserer Klasse. Er sieht den Porsche und will dem Platz lassen. Da der aber wohl ahnt, dass es hier um einen kleinen Zweikampf geht, lässt er uns Platz. Danke und innen durch! Der Porsche überholt uns beide auf der Anfahrt zur Kurzanbindung und nun können wir spielen. Über den Rest der GP nehme ich ihm Zentimeter ab. Ich schaue Ausgangs NGK ob er GP kurz fährt, kann es aber nicht sehen. Beim Einlenken der ersten Links der Hatzenbach sehe ich ihn aber für den Bruchteil einer Sekunde über die Kuppe kommen. Fein! Ich bleibe bis Kilometer 11 Vorne. Im Klostertal ist Gelb und er hängt an meiner Stoßstange. Ausgangs Mutkurve kommt Grün und ich ziehe nach Rechts und setze den Blinker. Auf dem zweiten, meinem schwächeren Teil der Runde will ich mir seine Linie mal anschauen und will sehen, ob die e46 tatsächlich besser beschleunigen als unsere Oldtimer. Aus den Ecken raus zieht er mir tatsächlich weg. Trotzdem weiss ich jetzt wo ich ihn mir im Rennen zurechtlegen könnte. Einen wirklichen Vorteil hat er aber nur auf der Döttinger Höhe. Unserer Frittentheke sei Dank. Man merkt unseren Evo-Spoiler in den schnellen Ecken. Da ist man auch froh, dass man ihn hat. Auf der Döttinger Höhe kostet er allerdings Zeit. Auf den e46 würde ich mal schätzen, dass es 1-2 Sekunden waren.

 

Gut. Es reicht jetzt auch. Noch einmal über die GP-Strecke und ab in die Box. Da dann das böse Erwachen. Sobald ich in die Box reinfahre „mach aus, mach aus.“ Mein Motor tickert. Erste Analysen haben keine zufriedenstellende Erklärung gebracht. Irgendwas rund um das Vanos macht Geräusche. Heute ist das Auto bei Motoren-Spezialisten. Die gute, erste Nachricht ist, er hat vollen Öldruck. Mehr weiss allerdings noch keiner. Es wäre natürlich äusserst uncool wenn wir am Samstag den Motor geschossen hätten! Aber wenn, dann ist irgendetwas mechanisch kapputtgegangen. Markus und ich hatten keine Überdreher oder Verschalter. Nun sitze ich also seit Samstag auf glühenden Kohlen und warte darauf, dass ich Bescheid bekomme was er hat. Das war's, was ich mit meinen einleitenden Sätzen gemeint habe. Das Auto ist bombastisch gut, wenn wir es denn so am nächsten Samstag fahren können. Drückt uns die Daumen!

 

Ich freue mich jedenfalls schon auf das erste Rennen am kommenden Wochenende! Aktuell sprechen die Wetterfrösche von 20° und Sonne. Herz, was willst Du mehr? Ich wünsche uns allen eine tolle und faire Saison 2009 ohne Un- und Ausfälle! Euch, lieben Lesern, Dank für Eure guten Wünsche und 'nen schönen Gruß! - Peter

 

PS: Eines liegt mir noch am Herzen... eine Aktion der Motorsportfreunde Bochum. Bitte schaut Euch den Flyer auf ihrer Website an! Vielen, herzlichen Dank!

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